Wie aus einer Schreibrunde ein Kurs wurde
Aus einem kleinen Schreibkreis entstand mehr
Fermavo begann als lose Runde von Menschen, die sich einmal im Monat trafen, um gemeinsam zu schreiben. Es gab keinen Lehrplan, nur die Idee, sich gegenseitig Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Aus dieser Runde wuchs mit der Zeit ein festes Format: kurze Impulse, konzentriertes Schreiben, offener Austausch.
Schnell zeigte sich, dass gerade die Kürze der Übungen half. Wer nur zehn Minuten schreibt, denkt weniger über Fehler nach und mehr über das, was gesagt werden will. Diese Beobachtung ist bis heute der Kern des Kurses geblieben.
Vier Gedanken, die den Kurs prägen
Offener Einstieg
Vorerfahrung ist nicht nötig. Wer schon schreibt, findet neue Impulse. Wer neu beginnt, findet einen leichten Zugang.
Gleichwertige Stimmen
In der Gruppe zählt jede Perspektive gleich viel, unabhängig von Stil, Thema oder Textlänge.
Kurz statt lang
Kurze Übungen senken die Hemmschwelle und schaffen trotzdem Raum für echte Entdeckungen.
Beschreiben statt bewerten
Rückmeldungen benennen Eindrücke und Beobachtungen, nicht Noten oder Urteile.
Begleitung statt Belehrung
Die Kursleitung versteht sich weniger als Lehrperson und mehr als Impulsgeberin. Sie bringt die Schreibanlässe mit, moderiert den Austausch und sorgt dafür, dass Rückmeldungen konstruktiv bleiben. Fachliche Hintergründe reichen von Sprachvermittlung bis Erwachsenenbildung, im Zentrum steht aber immer die Gruppe selbst.
Über die Jahre haben viele unterschiedliche Menschen an den Runden teilgenommen: Berufstätige, die abends abschalten wollten, Menschen im Ruhestand mit viel zu erzählen, und alle, die einfach neugierig auf das eigene Schreiben waren.
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